Antispeziesismus – Revolutionärer Block

Seit 84 Jahren findet in Thun der alljährliche Pelz- und Fellmarkt statt, sowie seit 1961 die kantonal Bernische Trophäenausstellung.

Zum fünften Mal jährt sich aber auch der Widerstand dagegen.

Die Tradition der Ausbeutung von Tieren ist tief verwurzelt. Nicht nur der Fleischkonsum wird immer wieder als essenzieller kultureller Aspekt betrachtet, auch das Jagen und das Herstellen von Pelzen wird zelebriert. 2012 wurde die Bernische Trophäenausstellung mit dem Pelz- und Fellmarkt in Thun in die Liste lebendiger Traditionen des Kantons Bern aufgenommen.

Wir sind der Überzeugung, dass jegliche Unterdrückungsformen bekämpft werden sollten, egal ob es sich um eine Tradition handelt oder nicht. Somit ist der Antispeziesismus, sowie die Überwindung der patriarchal-kapitalistischen Gesellschaftsordnung, elementar für das Ziel einer herrschaftsfreien Welt.
Deshalb ist unser Antispeziesismus auch ein revolutionärer, antikapitalistischer, feministischer und antifaschistischer.

Raus zum revolutionären Block an der Demo gegen Jagd- und Trophäenausstellung!

Gegen jede Herrschaftsform – Speziesismus ist ein Teil davon!

03.02.2018.
13:00 Waisenhausplatz Thun

Erklärung des Revolutionären Block zur NoWEF-Demonstration in Zürich

Rund eineinhalb tausend Menschen beteiligten sich heute in Zürich bei der NoWEF-Demonstration am revolutionären Block, zu dem im Vorfeld zahlreiche Kräfte gemeinsam aufgerufen hatten. Mit Aktionen, Reden, und Flugblättern wurde der Protest gegen das World Economic Forum in eine antikapitalistische Perspektive eingebettet. Er brachte zum Ausdruck, dass die jahrzehntelange Geschichte des revolutionären Widerstands gegen das WEF heute ununterbrochen fortgeführt wird. Ein spezieller Fokus lag auf der internationalen Solidarität mit Rojava angesichts des Angriffs durch die Türkei: Bijî berxwedana Efrînê!

 

Der Block war laut, kämpferisch und vielfältig. Aus dem Block kam es zu militanten Aktionen entlang der Demonstrationsroute. Bei der Sihlstrasse wurden sowohl die US-Handelskammer wie auch die UBS entglast. Hinter dem St. Annahof wurden die Fenster des Hiltl zugesprayt – Gentrifizierung rächt sich. Während der ganzen Demonstration wurden Parolen gegen das WEF und in Solidarität mit Afrin gesprüht und es wurden hunderte «KillErdogan» Sticker verklebt. Beim Abschluss der Demonstration formierte sich der revolutionäre Block zu einer Nachdemonstration, bei welcher man sich beim Gefängnis im Bezirksgebäude mit einer aus der Türkei geflohenen Journalistin solidarisierte, die seit dem 15. Januar in Zürich Kloten in Ausschaffungshaft sitzt.

Beim World Economic Forum in Davos treffen sich diejenigen, welche das herrschende kapitalistische Gesellschaftssystem vertreten und im Interesse desselben agieren. Es ist eine Zusammenkunft zwischen Politik und Kapital, deren Bedeutung in erster Linie in den Treffen abseits der öffentlichen Bühne zu suchen ist. Das WEF und die Schweiz versuchen dabei, den Mächtigen dieser Welt ein ruhiges Hinterland zu bieten, in welchem sie sich ungestört austauschen können. Uns ist es wichtig, ihre Ruhe zu durchbrechen!

Wenn etwa Trump mit seiner hundertköpfigen Delegation in die Schweiz reist, um die Interessen des US-Imperialismus zu vertreten und Deals zugunsten seiner Clique abzuschliessen, dann solidarisieren wir uns durch unsere Aktionen mit all jenen, die in den Vereinigten Staaten und sonst wo gegen diese Politik protestieren. Wenn der türkische Staat Minister schickt, um Freihandelsverträge mit der Schweiz zu unterschreiben während sie gleichzeitig Afrin angreifen, dann solidarisieren wir uns mit der Bevölkerung von Rojava und allen, die den reaktionären türkischen Staat angreifen. Wenn Berset, Schneider-Ammann und Sommaruga in den Bergen lächelnd und händeschüttelnd eine Diplomatie pflegen, die nur dem hiesigen Kapital (wie beispielsweise der Rüstungsindustrie) dient, dann kämpfen wir umso entschlossener für eine Gesellschaft, in welcher nicht der Profit von wenigen im Zentrum steht.

In der allgemeinen gesellschaftlichen Polarisierung, deren Ursache in der Krise und Perspektivlosigkeit des Kapitalismus zu suchen ist, ist unser Ziel die Verbindung der Kämpfe von unten gegen dieses System und darin der Aufbau einer klaren revolutionären Position. Angesichts aller Übel und Kriege, für die letztlich diejenigen mitverantwortlich sind, die sich jetzt in Davos treffen, ist für uns klar: Die Zukunft in die eigenen Hände nehmen bedingt den Sturz des Kapitalismus!

Smash WEF!

Revolutionärer Aufbau Schweiz
Revolutionäre Jugend Gruppe Bern
Revolutionäres Bündnis Zürich
Revolutionäre Jugend Zürich
Reviravolta Bern
ask! – Aktion gegen Staat & Kapital
Devrimci Komünarlar Partisi / Birleşik Özgürlük Güçleri (DKP/BÖG)
Anarchistische Gruppe Bern
Yeni Demokratik Gençlik (YDG) – İsviçre/Schweiz/Suisse
Tierrechtsgruppe Zürich
Cigno Nero Solothurn

Gemeinsamer Aufruf zur NoWEF-Kampagne

Ob Clinton, Blair oder Schröder, ob Trump, Macron oder Modi: Das alljährliche World Economic Forum in Davos ist eine Ansammlung derjenigen, welche das herrschende kapitalistische Gesellschaftssystem vertreten und im Interesse desselben agieren. Es ist eine Zusammenkunft zwischen Politik und Kapital, deren Bedeutung in erster Linie in den Treffen abseits der öffentlichen Bühne zu suchen ist.

Beispielhaft dafür ist die unverhohlene Freude des Schweizer Kapitals über den angekündigten Besuch von Trump und der hochkarätigen Truppe, die ihn begleiten wird. Niemand erhofft sich von seiner Präsenz ernsthaft eine bessere internationale politische Kooperation, zu gross sind die Widersprüche zwischen den verschiedenen Fraktionen der Herrschenden, es geht einzig um die ökonomischen Interessen der in Davos Anwesenden.

Das WEF und die Schweiz versuchen also, den Mächtigen dieser Welt ein ruhiges Hinterland zu bieten, in welchem sie sich ungestört austauschen können. Darum war, ist und bleibt klar, dass der antikapitalistische Protest gegen jedes WEF legitim und notwendig ist. Es ist ein Widerstand, der mittlerweile auf eine jahrzehntelange Geschichte in sich stets verändernden politischen Situationen zurückblicken kann.

Der Protest ist legitim, weil sich diejenigen in Davos treffen, welche Krise, Krieg und Zerrüttung zu verantworten haben, von der sie medienwirksam in ihrer Eigenwerbung immer reden. Er ist notwendig, weil mit der Störung der Ruhe in ihrem Hinterland tatsächlich etwas gegen das Funktionieren des kapitalistischen Systems getan werden kann.

In der allgemeinen gesellschaftlichen Polarisierung, deren Ursache in der Krise und Perspektivlosigkeit des Kapitalismus zu suchen ist, ist unser Ziel die Verbindung der Kämpfe von unten gegen dieses System und darin der Aufbau einer klaren revolutionären Position: Die Zukunft in die eigenen Hände nehmen bedingt den Sturz des Kapitalismus.

Nach der starken NoWEF-Demo am 13. Januar in Bern rufen wir für das nächste Wochenende zum NoWEF-Winterquartier in Zürich auf, zu einem gemeinsamen revolutionären Block an der NoWEF-Demo am 23. Januar in Zürich sowie zu Aktionen gegen das Forum während des WEF.

Smash WEF!

Revolutionärer Aufbau Schweiz
Revolutionäre Jugendgruppe Bern
Revolutionäres Bündnis Zürich
Revolutionäre Jugend Zürich
Reviravolta Bern
ask! – Aktion gegen Staat & Kapital
Devrimci Komünarlar Partisi / Birleşik Özgürlük Güçleri (DKP/BÖG)
Anarchistische Gruppe Bern
Yeni Demokratik Gençlik (YDG) – İsviçre/Schweiz/Suisse

Technophobie in der linken Szene

Die Zeit rennt. Alles wird schneller, effizienter, besser organisiert. Der technologische Fortschritt ist nicht zu übersehen. Eingekauft wird immer mehr Online, wenn in einem Laden eingekauft wird, dann kann kontaktlos an einer Self-Checkout Kasse bezahlt werden. Doch ist diese Entwicklung schlecht?

Stimmen werden immer lauter, voller Angst den Arbeitsplatz zu verlieren, weil ein Roboter oder Programme nun die gleiche Arbeit übernimmt und diese Arbeiten meist noch qualitativ und vor allem quantitativ besser macht. Einige fordern neue Steuern (Juso/SP), andere argumentieren gar gegen den Fortschritt der Technologie an sich. Jedoch wird das Problem häufig am falschen Ort gesucht. Weniger Arbeit wird als Problem gesehen, obwohl die meisten Menschen lieber ihre Freizeit geniessen würden, als diese mit Lohnarbeit zu füllen. Das Problem aber liegt darin, dass nur jene einen Vorteil in der neu gewonnen Zeit haben, welche die Produktionsmittel besitzen. So können durch eine einmalige Investition etliche Stellen gestrichen werden und der Profit wird bei gleichbleibendem Umsatz erheblich gesteigert.
Was ebenfalls zur Folge hat, dass die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt aufgrund höherer Arbeitslosigkeit steigt. Dies führt wiederum dazu, dass mehr Leistung
gefordert werden kann, stets mit dem Bewusstsein, dass jede Arbeitskraft ersetzbar ist.

Doch sollten bei weniger anstehenden Arbeit nicht auch die Arbeiter einen Vorteil daraus ziehen können?
Dies ist leider sehr unwahrscheinlich, wenn nicht an den Grundfesten dieses ökonomischen Systems gehörig gerüttelt wird.

In diesem Falle könnte durch die Abschaffung der Lohnarbeit sowohl die Arbeitslosigkeit wie auch die Arbeitszeiten der einzelnen Arbeiter*Innen auf ein Minimum gesenkt werden, produziert würde nachwievor die selbe Menge oder zumindest soviel wie auch benötigt wird. So ist Schluss mit Burn-Out und Existenzängsten, Schluss mit sozialem Abstieg durch Arbeitslosigkeit. Natürlich fragt sich nun, hat einjede*r dann genug um zu leben, wenn weniger gearbeitet werden muss? Auch diese Antwort fällt leicht. Wenn die Produktionsmittel allen gehören, ist es auch nicht möglich, dass sich wenige Personen an der Arbeitsleistung der Arbeitenden bereichern. Wenn die Lohnarbeit abgeschafft ist, wird alles was Produziert wird, auch allen zugutekommen. Eine Überproduktion von Gütern wird somit absurd, weil kein Interesse besteht, etwas zu produzieren, was nicht benötigt wird.

Deshalb ist nicht die Automatisierung oder die Technik schlecht, sondern allein das System, welches ermöglicht, dass solche Technologien zur effizienteren Bereicherung der besitzenden Klasse benutzt wird. Immer öfter wird der Technologie die Schuld an z.B. höherer Arbeitslosigkeit gegeben und nicht a Chef, geschweige denn am System das den Chef dazu zwingt die Arbeit effizienter zu machen und Lohnkosten
zu sparen. Das selbe Phänomen beobachten wir auch bei der Überwachung. Anstelle der Behörden, die überwachen, wird oft der Technologie die Schuld gegeben.
Jedoch könnte diese uns aus subversiver, aktivistischer Perpsektive sehr grosse Vobringen. Grössere, schnellere Mobilisierungen zu Protesten, effizientere Kommunikation in Gruppen, wie auch gezielte Irreführung der Überwachenden. Also warum sollten wir den Herrschenden diesen Vorsprung gönnen?

Leider sehen wir auch in alternativ linken Strömungen eine grosse Akzeptanz der Technophobie, ganz besonders im Bezug auf Mobiltelefone und sozialen Medien. Viele rennen mit Steinzeithandys rum und denken, sie entziehen sich irgendetwas Bösem. Jedoch
ist auch dieses Gerät überall zu Orten, SMS und Telefonate sogar einfacher abhörbar, als z.B. Whatsup oder ähnliche Alternative komunikations Apps. Zudem können solche Handys ein weitaus grösseres Sicherheitsproblem darstellen, wenn sie in die falschen Hände gelangen. Denn, wir haben noch nie ein Nokia 3310 gesehen, welches verschlüsselt werden kann. Dies soll natürlich nicht als Smartphonelobpreisung verstanden werden, jedoch gibt es kaum Argumente, welche die Nutzung eines technologisch höherentwickelten Handys infrage stellen würden.
Vielleicht ist die Verweigerung davon auch einfach eine linke Modeerscheinung und somit wird es zur innerlinken Coolnessfrage.

Ebenso verhält es sich mit sozialen Medien. Oftmals erfahren wir grosse Abneigung zur Nutzung von Facebook und ähnlichen Medien. Jedoch müssen wir uns die Frage des Ziels stellen. Was wollen wir erreichen, mit Texten, welche verfasst werden und Veranstaltungen, für welche mobilisiert werden? Wenn erreicht werden will, dass möglichst viele Menschen, die sich noch nicht in linkspolitischen Zusammenhängen bewegen, unser Schaffen mitbekommen, müssen wir auch die Plattformen nutzen, auf welchen unsere Zielgruppen sich befinden. So beispielsweise Facebook (Uns ist bewusst, dass Facebooks Algorithmen soziale Proteste gezielt lähmen und auch diverse andere kritische Argumente klar vertretbar sind). Wenn jedoch nur die bereits aktive Bewegung erreicht werden soll, können wir selbstverständlich auch die szeneinternen Kommunikationswege brauchen. Doch müsste unser Ziel nicht sein, Inhalte so weit wie möglich zu streuen, um Menschen zum Nachdenken zu bewegen und sie im besten Fall zum Handeln zu bringen? Uns ist jedoch, wie schon erwähnt, bewusst, dass viel Kritik an Facebook und Co. angebracht und richtig ist, und dennoch tragen wir Nikeschuhe und essen ein Schinkensandwich. Es gibt kein richtiges Leben im Falschen.

Uns erscheint es am sinnvollsten, die Technologie zu benutzen, immer im Bewusstsein um deren Schwächen. Jedoch müssen wir auch immer bereit sein Neues bezüglich dem Umgang zu lernen und den unseren zu reflektieren. Denn wenn wir die Schwachstellen der Technik besser kennen, können wir uns nicht nur selbst besser schützen, sondern Sie auch bewusst als Waffe benützen. Hiermit wollen wir einen Gegenpol zu einem Denken darstellen, welche uns höchst reaktionär erscheint. Denn sich der Technologie
zu verschliessen, heisst ihr auch ausgeliefert zu sein. Deshalb lasst und fortschrittlich sein, der Rest der Welt wartet nicht auf uns.

Antifaschistische Demo 14.10.17

Am kommenden Samstag, 14.10.17 treffen wir uns um 16 Uhr beim Käfigturm in Bern zur Antifaschistischen Demonstration gegen Faschismus, Rassismus und Sexismus. Damit wir unsere Inhalte in der Innenstadt sichtbar machen können, rufen wir dazu auf eigene Transparente, Flyer, Schilder oder sonstige kreative Ideen mitzunehmen.

Communiqué Antifaschistische Demo 6.10.17

Rund 500 Menschen sind heute unserem Aufruf gefolgt und in die Berner Innenstadt gekommen, um ein Zeichen gegen Faschismus, Rassismus und Sexismus zu setzen. Trotz unserer aktiven Kommunikation im Vorfeld, setzte die Polizei heute alles daran, Demonstrationsumzüge zu verhindern. Willkürlich wurden vor allem Jugendliche kontrolliert, schikaniert und verhaftet. Aufgrund des massiven Aufgebotes und der faktischen Platzbesetzung durch die Polizei, riefen wir zu dezentralen Aktionen in der Innenstadt auf. Kurz vor 21 Uhr formierte sich ein Umzug mit 120 Teilnehmer*innen und lief vom Bahnhofplatz Richtung Bubenbergplatz – Bahnhofplatz – Bollwerk – Amtshaus zur Schützenmatte. Die repressive Strategie in Bern gegen antifaschistische Demonstrationen massiv vorzugehen sendete ein gefährliches Zeichen. Es führt dazu, dass sich faschistische, rassistische und sexistische Kreise weiter bestärkt fühlen. Das Ziel, eine grosse und vielfältige Demonstration durchzuführen haben wir heute somit nicht erreicht. Wir werden uns die kommenden Tage beraten und eu ch nächste Woche über das weitere Vorgehen informieren. Wir möchten uns bei all den Gruppen und Menschen bedanken, die sich die letzten Tage solidarisch gezeigt haben und natürlich bei all jenen, die heute nach Bern gekommen sind. Der heutige Tag hat gezeigt, dass die Stadt und die Polizei keine Verbündeten im Kampf gegen Faschismus, Rassismus, sowie Sexismus darstellen und hunderte PolizistInnen uns nicht einschüchtern können, auf die Strasse zu gehen.
Wer heute von repressiven Massnahmen betroffen war, kann sich beim AntiRep unter folgender Email melden: info@antirep-bern.ch
#afa0610 #antifarally

Gegen die Diktatur Erdogans

Wir haben uns heute an der “gegen die Diktatur Erdogans” Vordemo beteiligt.

Die Genoss_innen der RJG Bern haben zur Lage in der Türkei einen lesenswerten Text verfasst, den ihr auf ihrer Website findet.

http://revolutionär.ch/?p=3005

„Korrekter“ Konsum löst das Problem nicht

Gefunden auf https://elves.blackblogs: Eine Aktion von Thuner*innen

Letzte Chance! Heute ist die letzte Möglichkeit um Geschenke zu kaufen.
Meine Tochter wünscht sich ein neues Smartphone. Gerne hätte sie ein Fairphone, was ich zwar unterstütze, mir jedoch nicht leisten kann. Daher entscheide ich mich für ein preisgünstigeres Modell.
Es nagt an meinem Gewissen, das unter schlechten Bedingungen hergestellte Smartphone zu kaufen.

Bestimmt ist es euch ebenfalls schon so ergangen. Viele Konsumkritiker_innen propagieren einen bewussten Konsum, reden einem ein schlechtes Gewissen ein und kritisieren unfaire Wirtschaftspraktiken bestimmter Firmen. Diese Form der Kritik führt zur Unterscheidung zwischen “guten” und “schlechten” Konsumierenden. Dies führt zu der Annahme, dass die Probleme in erster Linie in den Menschen selbst und ihren überzogenen Ansprüchen liegt. Anstelle das Wirtschaftssystem zu kritisieren, wird ein moralischer Appell an die Einzelnen gerichtet. Die eigenen Bedürfnisse sollen zurückgeschraubt werden, das System an sich wird dabei jedoch nicht bekämpft.

Letztendlich müssen wir unsere Bedürfnisse stillen und dies geschieht immer im Rahmen unseres kapitalistischen Wirtschaftsystems. Ob nun Bio-Fairtraide-Produkte oder Produkte aus dem Billigdiscounter gekauft werden, macht also nicht wirklich einen Unterschied. Das ausbeuterische Wirtschaftssystem bleibt trotzdem bestehen. Dies ist nur eine Symtombekämpfung und berührt die Ursache an sich nicht.

Auch der Boykott einzelner Produzierenden stellt keine Lösung dar. Zwar können Firmen durch Boykotte und grosse öffentliche Kritik dazu gebracht werden, gewisse Herstellungsprozesse “humaner” oder “umweltfreundlicher” zu gestalten, jedoch bleibt die Ausbeutung durch Lohnarbeit bestehen.

Somit ist das Argument der Macht der Konsumierenden nur bedingt plausibel. Mensch hat nicht die Wahl zwischen “kapitalistisch produziert” oder “nicht kapitalistisch produziert”.Es bestehen nur die Option zwischen Ware A, Ware B oder Ware C, welche immer auf der Ausbeutung der Lohnarbeiter_innen beruht. Mit einem bewussten Konsum wird letztendlich die eigene Abhängigkeit vom Kapital nicht überwunden.

Das Elfen*syndikat

Weiterführender Link:

https://gegen-kapital-und-nation.org/kritik-der-konsumkritik/

Thun meets resistance!

Hello world!

Aarequai in Thun mit Parolen markiert

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag dem 4.8.2016 wurde der Aarequai in Thun mit folgenden Parolen markiert.

  • Maschinen nehmen uns die Arbeitsplätze weg, Hurra!
  • Ich bin mehr Wert als mein Mehrwert
  • D’ Zahl ufm Konto si d’ Meter vo mim Freirum -Tommy V-

Mit dieser Aktion wollen wir auf die prekäre Situation der Lohnarbeiter_Innen aufmerksam machen.

Um diese besser darzulegen, haben wir folgende Texte verfasst

Kampf der Lohnarbeit, für eine schönes Leben

ASK – Aktion gegen Staat und Kapital

hurra mehr tommz